arrowThe Streets: Kulturstudien und New Media

11.02.11 by Lukas

The Streets Computers and Blues

Es ist inzwischen fast neun Jahre her, dass mit „Original Pirate Material“ das erste Album von The Streets erschien und Mike Skinner den Durchbruch bescherte. Keine zwei Jahre später stieß das Folgealbum auch in Deutschland auf offene Ohren und bescherte uns klangvolle Nachhilfestunden nicht nur in Sachen Rap und Urban Sounds von der Insel, sondern gab auch Einblicke in das den Alltag der junger britischen Städter- und Vorstädter-Generationen.
„Dry Your Eyes“ und „Blinded by the Lights“ zählen zu den erfolgreichsten Liedern von The Streets. An die Melancholie der Texte und Skinners wunderbaren Birmingham-Akzent erinnern wir uns gerne zurück. Es folgten weitere Alben, insgesamt wurde der Klang dabei merklich melodiöser und poppiger.

Nun ist es soweit, The Streets haben ihr Fünftes veröffentlicht: „Computers and Blues“ ist, wie der Name erahnen lässt, ein philosophischer Kommentar zum Alltag in einer digitalen und digitalisierten Welt, es geht etwa um die Macht von Statusupdates oder die Antworten, die Google geben, bzw. eben nicht kann. Mike Skinner bleibt in seinen Texten seiner nachdenklich-melancholischen Art treu.

Rein musikalisch-melodisch gesehen ist das Album wie jedes andere auch Geschmackssache. Textlich jedoch hat man es aber eher mit einer Kulturstudie aus dem Bereich New Media zu tun, genaues Hinhören lohnt sich daher auf jeden Fall.

Computers and Blues (Hype Machine Exclusive) by The Streets

Computers and Blues soll angeblich das letzte Album der Streets sein. Warten wir’s ab, die Zeit wird in jedem Fall für neuen Stoff zum Texten sorgen.

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